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Lokales

Treptow-Köpenick Ortsteile: Alle 20 Ortsteile im Überblick

Von Sabine Fehling | 4. Juni 2026
Treptow-Köpenick Ortsteile: Alle 20 Ortsteile im Überblick © Foto: A.Savin / Wikimedia Commons (FAL)
Die Köpenicker Altstadt zwischen Dahme und Spree aus der Luft.

Treptow-Köpenick ist flächenmäßig der größte Berliner Bezirk und der wasser- und waldreichste: Müggelsee, Dahme, Spree und der Köpenicker Forst prägen das Bild. Rund 295.000 Einwohner verteilen sich auf zwanzig sehr unterschiedliche Ortsteile.

Vom dichten Alt-Treptow am Spreepark über das Wissenschaftszentrum Adlershof bis zu den dörflichen Wasserlagen Müggelheim und Schmöckwitz spannt sich der Bogen. Diese Übersicht stellt alle vor.

Alt-TreptowPlänterwaldOberschöneweideNiederschöneweideBaumschulenwegJohannisthalAltstadt KöpenickKöllnischeVorstadt/SpindlersfeldAdlershofAltglienickeBohnsdorfKöpenick NordFriedrichshagenDammvorstadtRahnsdorfAllende-ViertelKöpenick SüdMüggelheimGrünauSchmöckwitz

Die 20 Ortsteile von Treptow-Köpenick im Überblick. Klick dich durch die Sektionen unten für Detailkarten.

Was dich erwartet

Altglienicke

  • Einwohner: ca. 32.000
  • Lage: Südlich Adlershof, an der Stadtgrenze Brandenburg
  • Highlights: Altglienicker Dorfkern, Großsiedlung
  • Charakter: Großwohnsiedlung mit dörflichem Kern

Altglienicke verbindet einen alten Dorfkern mit der Großsiedlung Altglienicke der 1990er Jahre, einer der jüngsten Großsiedlungen Berlins.

Verkehrlich erschließt der S-Bahnhof Altglienicke an der S45 und S9 den Stadtteil zur Innenstadt und zum Flughafen BER.

Oberschöneweide

  • Einwohner: ca. 26.000
  • Lage: Östliche Schöneweide entlang der Wilhelminenhof
  • Highlights: Industriekultur, HTW Wilhelminenhof, Funkhaus Nalepastraße
  • Charakter: Ehemaliges Industriezentrum im Wandel zur Kreativinsel

Oberschöneweide war eines der größten Industriezentren der DDR und Berlins. Heute sind die alten Werkshallen am Spree-Ufer Heimstatt der HTW Berlin und einer wachsenden Kreativszene.

Das Funkhaus Nalepastraße als ehemaliger DDR-Rundfunk ist ein architektonisches Juwel. Wohnlich dominieren sanierte Gründerzeitblöcke und neuere Wohnquartiere.

Adlershof

  • Einwohner: ca. 23.000
  • Lage: Südöstlich der Innenstadt, am Teltowkanal
  • Highlights: Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof, S-Bhf Adlershof
  • Charakter: Forschungs- und Wohnstandort mit hoher Akademikerdichte

Adlershof ist Heimat des Wissenschafts- und Technologieparks Adlershof, eines der größten in Europa. Hier finden sich Humboldt-Universität, Fraunhofer-Institute und über 1.000 Unternehmen.

Wohnlich dominieren neuere Wohnquartiere für Wissenschaftspark-Beschäftigte sowie der historische Adlershofer Dorfkern.

Johannisthal

  • Einwohner: ca. 22.000
  • Lage: Westlich von Adlershof, am Sterndamm
  • Highlights: Sterndamm, Johannisthaler Forst, ehem. Flugplatz
  • Charakter: Wohnen mit Aviation-Geschichte und Forschungsnähe

Johannisthal hat eine reiche Luftfahrtgeschichte: der erste deutsche Motorflugplatz wurde 1909 hier eröffnet. Heute erinnert nur noch der Stadtteil-Name daran.

Wohnlich dominieren Mehrfamilienhäuser, Reihenhausgebiete und kleinere Wohnsiedlungen. Der Stadtteil profitiert von der Wissenschaftspark-Nähe.

Baumschulenweg

  • Einwohner: ca. 20.000
  • Lage: Westlich von Plänterwald, am Späthsfelde
  • Highlights: Späth'scher Baumschulenpark, Baumschulenstraße
  • Charakter: Stilles Wohnen mit Tradition als Gärtnerort

Baumschulenweg hat seinen Namen von der Späth'schen Baumschule, die seit 1864 hier wirkt und einer der größten europäischen Baumschulenbetriebe ist.

Wohnlich finden sich Mehrfamilienhäuser und Einfamilienhausreihen. Die Baumschulenstraße ist die Hauptachse mit Geschäften und Gastronomie.

Friedrichshagen

  • Einwohner: ca. 19.000
  • Lage: Östlich von Köpenick, am Müggelsee
  • Highlights: Bölschestraße, Berliner Bürgerbräu, Müggelsee-Nordufer
  • Charakter: Bürgerliches Vorortwohnen am See

Friedrichshagen ist ein ehemaliger Industriearbeiter-Vorort mit eigener Bahnhofs- und Geschäftsstraße, der Bölschestraße. Sie führt direkt zum Müggelsee-Nordufer.

Die ehemalige Bürgerbräu-Brauerei ist Wahrzeichen. Wohnlich dominieren Gründerzeitbauten und Villen, gut erhalten und nachgefragt.

Bohnsdorf

  • Einwohner: ca. 16.000
  • Lage: Südöstlicher Zipfel, am ehemaligen Flughafen Schönefeld
  • Highlights: Bohnsdorfer Dorfanger, BER-Nähe
  • Charakter: Einfamilienhausgebiet mit Flughafen-Nähe

Bohnsdorf liegt am südöstlichen Rand Berlins, unmittelbar nördlich des Flughafens BER. Einfamilienhäuser dominieren, ergänzt um Reihenhäuser.

Die Flughafennähe sorgt für gemischte Wohnqualität: gute Verkehrsanbindung und nahe Arbeitsplätze, dafür Fluglärm in den Anflugschneisen.

Niederschöneweide

  • Einwohner: ca. 15.000
  • Lage: Westlich von Oberschöneweide, am Britzer Zweigkanal
  • Highlights: S-Bhf Schöneweide, Spreepark-Nordrand
  • Charakter: Industrielles Erbe mit Wohnumfeld

Niederschöneweide schließt westlich an Oberschöneweide an und bildet den Verkehrsknoten am S-Bahnhof Schöneweide. Industrielle Tradition prägt das Bild.

Wohnlich finden sich Mehrfamilienhäuser, ergänzt um neuere Wohnquartiere am Wasser. Der Plänterwald grenzt im Westen an.

Alt-Treptow

  • Einwohner: ca. 13.000
  • Lage: Nördlich von Plänterwald, am Treptower Park
  • Highlights: Treptower Park, Sowjetisches Ehrenmal, Insel der Jugend
  • Charakter: Wohnen am Park mit Wasser- und Kulturanschluss

Alt-Treptow gruppiert sich um den Treptower Park, eine der ältesten Berliner Volksparkanlagen. Das Sowjetische Ehrenmal mit der monumentalen Soldatenfigur ist Anziehungspunkt.

Die Insel der Jugend in der Spree und die Stern und Kreis Schifffahrt prägen das Bild. Wohnlich dominieren sanierte Gründerzeitblöcke.

Köpenick Süd

  • Einwohner: ca. 13.000
  • Lage: Süden Köpenicks, südlich der Bahn
  • Highlights: Köllnische Vorstadt, Mahlsdorfer Straße
  • Charakter: Stilles Wohnen am Stadtrand

Köpenick Süd bildet den ruhigen Wohnsüden des Stadtteils Köpenick mit Einfamilien- und Mehrfamilienhausbebauung.

Verkehrlich wirkt die S3 als Hauptanbindung zur Innenstadt sowie zum Berliner Umland Richtung Erkner.

Köllnische Vorstadt/Spindlersfeld

  • Einwohner: ca. 13.000
  • Lage: Westlich von Köpenick, am Spindlersfeld
  • Highlights: Spindlersfeld, Spindler-Werk-Erbe
  • Charakter: Wohnen mit Industrie-Geschichte

Die Köllnische Vorstadt grenzt direkt an die Köpenicker Altstadt. Spindlersfeld geht auf die Spindler-Färberei zurück, die ab 1832 hier produzierte.

Heute dominieren Wohnsiedlungen sowie kleinere Neubauquartiere auf den ehemaligen Industriearealen. Der S-Bahnhof Spindlersfeld erschließt die Region.

Köpenick Nord

  • Einwohner: ca. 13.000
  • Lage: Nördlich der Köpenicker Altstadt
  • Highlights: Schloss Köpenick Nord, Mehrower Allee, Wendenschloss
  • Charakter: Wohnen am Wasser und im Wald

Köpenick Nord erstreckt sich nördlich der Altstadt entlang der Dahme. Wendenschloss ist eine der ruhigsten Wohnlagen mit Villen direkt am Wasser.

Wohnlich dominieren Einfamilien- und Doppelhäuser, ergänzt um kleinere Mehrfamilienhäuser. Wasserlagen prägen den Charakter.

Dammvorstadt

  • Einwohner: ca. 12.000
  • Lage: Östliche Vorstadt von Köpenick
  • Highlights: Mahlsdorfer Straße, Vorstadt-Wohnen
  • Charakter: Übergang vom Köpenicker Zentrum zum Umland

Die Dammvorstadt ist die östliche Vorstadt-Erweiterung Köpenicks. Wohnlich dominieren Mehrfamilienhäuser und Einfamilienhausgebiete.

Verkehrlich erschließt die Mahlsdorfer Straße als Hauptachse den Stadtteil zum Köpenicker Zentrum.

Plänterwald

  • Einwohner: ca. 12.000
  • Lage: Zwischen Alt-Treptow und Baumschulenweg, am Spreeufer
  • Highlights: Plänterwald, Spreepark (Ruine)
  • Charakter: Wohnen am Wald mit Park-Anschluss

Plänterwald umfasst den gleichnamigen Wald sowie die angrenzenden Wohnstraßen. Der Spreepark als verfallener Vergnügungspark wurde 2024 als grüner Kulturpark neu eröffnet.

Wohnlich dominieren sanierte Gründerzeitblöcke und kleinere Mehrfamilienhäuser. Die Lage am Wald und nah am Park macht den Stadtteil attraktiv.

Allende-Viertel

  • Einwohner: ca. 12.000
  • Lage: Östlich der Köpenicker Altstadt
  • Highlights: Allende-Viertel, Salvador-Allende-Brücke
  • Charakter: DDR-Plattenbau mit Park-Anschluss

Das Allende-Viertel ist eine DDR-Plattenbausiedlung der 1970er Jahre, benannt nach dem chilenischen Präsidenten Salvador Allende.

Wohnlich überwiegen Plattenbauten, ergänzt um Grünanlagen. Verkehrlich erschließen Tram- und Buslinien das Quartier.

Rahnsdorf

  • Einwohner: ca. 11.000
  • Lage: Östlich von Friedrichshagen, am Müggelsee-Ostufer
  • Highlights: Müggelturm, Rahnsdorfer Dorfkern, FKK-Strand
  • Charakter: Dorf-Wohnen am Wasser mit Wald und Strand

Rahnsdorf liegt am östlichen Müggelsee-Ufer und besteht aus mehreren historischen Dorfteilen. Der Müggelturm im Süden bietet einen historischen Aussichtspunkt.

Wohnlich dominieren Einfamilien- und Wochenendhäuser. Der bekannte FKK-Strand Rahnsdorf am Müggelsee ist ein Berliner Klassiker.

Grünau

  • Einwohner: ca. 8.000
  • Lage: Südlich von Schmöckwitz, am Langen See
  • Highlights: Grünauer Wassersportzentrum, Olympische Regattabahn 1936
  • Charakter: Wassersport-Hochburg mit Villenlagen

Grünau am Langen See ist Berlins Wassersportzentrum mit der historischen Regattabahn der Olympischen Spiele 1936. Zahlreiche Vereine und Bootshäuser prägen das Bild.

Wohnlich dominieren Villen und Stadthäuser, viele direkt am Wasser. Die S-Bahnstation Grünau erschließt den Stadtteil zur Innenstadt.

Altstadt Köpenick

  • Einwohner: ca. 7.000
  • Lage: Auf der Köpenicker Schlossinsel
  • Highlights: Rathaus Köpenick, Schloss Köpenick, Altstadt
  • Charakter: Historischer Kern mit Schloss und Hauptmann-von-Köpenick-Mythos

Die Altstadt Köpenick liegt auf einer Insel zwischen Spree und Dahme. Hier residierten einst die brandenburgischen Markgrafen, das Schloss Köpenick beherbergt heute das Kunstgewerbemuseum.

Das Rathaus Köpenick wurde durch die Posse des Hauptmanns von Köpenick (1906) weltberühmt. Wohnen ist auf der kleinen Insel begrenzt und entsprechend gefragt.

Müggelheim

  • Einwohner: ca. 7.000
  • Lage: Südliches Köpenick am Müggelsee-Südufer
  • Highlights: Müggelheimer Damm, Müggelsee-Südufer, Müggelheimer Forst
  • Charakter: Wald-Wohnen mit dörflichem Charakter

Müggelheim ist ein historisches Pfälzer-Dorf, das ab 1747 von Hugenotten gegründet wurde. Der dörfliche Charakter mit Einfamilienhäusern ist erhalten.

Verkehrlich nur per Bus erreichbar, aber direkter Wasser- und Waldanschluss machen den Stadtteil zu einer der grünsten Berliner Wohnlagen.

Schmöckwitz

  • Einwohner: ca. 4.000
  • Lage: Südöstlichster Zipfel Berlins, zwischen Dahme und Großem Zug
  • Highlights: Schmöckwitzer Halbinsel, Strandbad Wendenschloss
  • Charakter: Ländliches Wasser-Wohnen am Stadtrand

Schmöckwitz liegt auf einer Halbinsel im äußersten Südosten Berlins. Die kleinste Bezirksregion Berlins hat dörflichen Charakter und ist auf drei Seiten von Wasser umgeben.

Wohnlich dominieren Einfamilienhäuser, Wochenendhäuser und einige Villen. Der Stadtteil ist nur über Brücken und Fähren erreichbar.

Mehr Hintergrund zu Treptow-Köpenick: Kriminalitätsentwicklung in Treptow-Köpenick sowie Lebenshaltungskosten in Treptow-Köpenick.

Ausblick

Treptow-Köpenick wächst entlang der Spree-Achse und am Wissenschaftspark Adlershof. Die Neuentwicklungen rund um die Schöneweide, der Spreepark als grüner Kulturpark seit 2024 und die Modernisierung der Plattenbau-Siedlungen prägen die kommenden Jahre. Der Bezirk dürfte seine wasserreiche Eigenständigkeit aber bewahren.

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Sabine Fehling
Sabine Fehling
Freie Journalistin

Freiberufliche Journalistin, wohnt seit 15 Jahren in Köpenick. Ehemalige Radioredakteurin, die das Schreiben dem Sprechen vorzog. Hat eine Schwäche für Lokalgeschichte und gut recherchierte Hintergrundstücke.

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