In Treptow-Köpenick kämpfen Eltern und Lehrer um die Rettung von 311 dringend benötigten Schulplätzen an der Freien Interkulturellen Waldorfschule (IKWS).1 Am 30. Januar 2026 besuchten Politiker wie Sandra Khalatbari (CDU), Bettina Jarasch (Grüne) und Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) die Schule in der Schnellerstraße, um Lösungen zu finden, wie ein Leser unserer Zeitung berichtet. Lokalpolitik prägt auch andere Themen wie die Böllerverbotszonen in Berlin Treptow-Köpenick.
Die Schule droht den Verlust ihres Gebäudes, da Mietverträge auslaufen: Oberstufe bis Ende 2026, Grundschule bis 2028. Ohne schnelle Hilfe müssten die Schüler in überfüllte Bezirkschulen umziehen, wo eh schon ein Platzmangel herrscht.1
Politiker vor Ort: Unterstützung zugesagt
Ein Leser aus der IKWS-Gemeinschaft schildert: Abgeordnete und Bezirksbürgermeister diskutierten einen innovativen Schulneubau nahe dem S-Bahnhof Plänterwald auf 15.000 Quadratmetern Erbpachtgrund. Sandra Khalatbari versprach volle Unterstützung ihrer Fraktion, während Jarasch und Franziska Brychcy (Linke) aus der Opposition heraus ihr Möglichstes tun wollen.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel betonte die Notwendigkeit, genau diese 311 Plätze im Bezirk zu erhalten. „Freie Träger sind unverzichtbar für Berlins Schullandschaft“, so Khalatbari laut Leser-Einsendung. Der Fokus lag auf kurzfristigen Wegen, inklusive Landeszuschuss von mindestens fünf Millionen Euro zu den 15 Millionen Baukosten.[Leser-Einsendung]
Schulplatzmangel in Treptow-Köpenick: Kein Platz für Verluste
Der Bezirk leidet unter wachsendem Bedarf: Laut Senatsmonitoring fehlen in SPR Rahnsdorf/Hessenwinkel schon jetzt 1,5 Züge, bis 2040/41 immerhin noch ein Defizit von einem Zug. Stadtweit rechnet man mit 25.000 fehlenden Plätzen, ein Verlust der IKWS würde das Problem verschärfen.
In Treptow-Köpenick boomt die Berliner Schulbauoffensive: Bis 2030 sollen über 11 Schulen erweitert und 40 saniert werden.2 Doch Haushaltskürzungen verzögern neue Projekte 2026/27.3 Hier könnte die IKWS-Lösung punkten: Ein „Interkulturelles Schuldorf“ mit solarbewehrten Flachbauten, ohne Flure, plus Sporthalle für Vereine, günstig und schnell.[Leser-Einsendung]
Finanzielle Notlage: Berlin hinkt hinterher
Die IKWS mit 311 Schülern (50 Prozent Migrationshintergrund, über 20 Prozent Transferleistungen) finanziert sich mit 2,3 Millionen Euro Landes-Zuschuss (nur Personal) plus 450.000 Euro Schulgeld. Gebäudekosten von 497.000 Euro jährlich plus Sachkosten von 350.000 Euro überfordern die Eltern.[Leser-Einsendung]
Berlin ist eines der letzten Bundesländer ohne Zuschuss für Gebäude, anders als anderswo. Aktuell nur 6 Quadratmeter pro Schüler statt der vorgeschriebenen 12.[Leser-Einsendung] Die Schule zahlt Lehrern unter Tarif, verstößt gegen Urteile, weil Mieten explodieren.[Leser-Einsendung]
Innovatives Konzept für soziale Integration
Gegründet vor zehn Jahren als Bürgerinitiative, ergänzt die IKWS MINT mit Handarbeit, Gartenbau, Türkisch und Arabisch. Kein Notendruck, offene Plätze für Geringverdiener, ein Modell gegen Spaltung in unserem Bezirk.
Für 370 Plätze plant sie 4.500 Quadratmeter zu 24 Euro brutto pro Quadratmeter. Mit neuem Schulgesetz könnte sie zwei Drittel der Kosten stemmen, wenn das Land fünf Millionen übernimmt, statt selbst 50 bis 100 Millionen für öffentliche Plätze auszugeben.[Leser-Einsendung]
Die digitale Schulbaukarte zeigt Transparenz in der Offensive,4 doch für die IKWS fehlt's an Flexibilität. Leser Johannes Mosmann appelliert: „Wir sind es wert für Berlin!“ Der Bezirk braucht solche Initiativen, jetzt entscheidet der Senat.[Leser-Einsendung]