Ehrenamtlich, nah am Kiez und direkt aus der Lebenswirklichkeit junger Menschen: Das KungerKiezTheater in Treptow-Köpenick bekommt in diesem Jahr 2.000 Euro Förderung aus dem w!r-Stiftungsfonds der Berliner Volksbank. Die Bürgerstiftung Treptow-Köpenick hat das Projekt eingereicht und gehört damit zu neun geförderten Initiativen in Berlin und Brandenburg, die gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Zwei neue Stücke mit gesellschaftlichem Anspruch
Mit der Förderung sollen zwei neue Theaterstücke entstehen, die sich mit Fragen des Zusammenlebens auseinandersetzen: Respekt, Ausgrenzung, Diskriminierung, aber auch Solidarität und Verantwortung. Das Besondere am KungerKiezTheater: Die Jugendlichen gestalten die Inhalte aktiv mit. Es geht nicht darum, fertige Botschaften auf die Bühne zu bringen, sondern gemeinsam herauszufinden, was gesagt werden soll. Das Theater ist ehrenamtlich getragen und beschäftigt sich unmittelbar mit den Lebensrealitäten seiner jungen Mitwirkenden.
Was der w!r-Stiftungsfonds fördert
Der w!r-Stiftungsfonds der Berliner Volksbank wurde 2021 gegründet und wird von der Stiftung Aktive Bürgerschaft verwaltet.1 Jedes Jahr wählt eine Jury Bürgerstiftungsprojekte aus Berlin und Brandenburg aus, die konkreten Zusammenhalt vor Ort schaffen. 2026 fließen insgesamt 18.000 Euro in neun Projekte, jedes davon erhält 2.000 Euro. Thematisch liegt der Fokus auf Demokratiebildung, Medienkompetenz, Integration sowie Kinder- und Jugendförderung.
Tonka Rohnstock, Vorstandsreferentin der Berliner Volksbank, erklärt den Antrieb dahinter: "Seit mittlerweile fünf Jahren fördern wir mit unserem Stiftungsfonds w!r Projekte, die Menschen zusammenbringen und das Miteinander in Berlin und Brandenburg stärken. Die Bürgerstiftungen wissen, was vor Ort zählt. Genau dieses Engagement unterstützen wir aus Überzeugung."
Jugendtheater als Raum für echte Stimmen
Wenn Jugendliche auf der Bühne über Themen sprechen, die sie selbst betreffen, entsteht etwas anderes als klassisches Theater. Das KungerKiezTheater setzt genau darauf: Die Mitwirkenden bringen ihre eigene Perspektive ein, arbeiten ehrenamtlich zusammen und entwickeln Stücke, die nicht trotz, sondern wegen ihrer Unmittelbarkeit wirken. Für ein respektvolles Miteinander im Bezirk leistet dieses Format einen echten Beitrag.
Weitere geförderte Projekte in Berlin
Neben Treptow-Köpenick werden in diesem Jahr noch drei weitere Berliner Bürgerstiftungsprojekte durch den w!r-Fonds unterstützt: ein Programm zu Medienkompetenz und Umgang mit Hassrede (Bürgerstiftung Berlin), mehrsprachige Lese- und Bildungsangebote für Familien (Bürgerstiftung Lichtenberg) sowie Anti-Rassismus-Trainings für Ehrenamtliche (Bürgerstiftung Neukölln). Fünf weitere Projekte kommen aus Brandenburg. Alle Vorhaben müssen bis zum 15. Oktober 2026 umgesetzt werden.1
Berliner Volksbank und 80 Jahre Regionalbindung
Die Berliner Volksbank feiert 2026 ihr 80-jähriges Bestehen. Als Genossenschaftsbank sieht sie regionales Engagement als Kernaufgabe. Der w!r-Stiftungsfonds ist Teil dieses Selbstverständnisses: Geld, das in der Region verdient wird, soll auch dort wirken. Bernadette Hellmann, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Aktive Bürgerschaft, ergänzt: "Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln. Genau das ermöglichen Bürgerstiftungen vor Ort."2